Otto
Oper von G. F. Händel und G. Ph. Telemann
Mitwirkende
| Mitwirkende | Instrument, Funktion, Stimme | Zusatzinformation |
|---|---|---|
| Matthias Winckhler | Otto | |
| Roberta Mameli | Theophane | |
| Simona Šaturová | Gismonda | |
| Mathilde Ortscheidt | Matilda | |
| Florian Götz | Adelbert | |
| Ludwig Obst | Isaurus | |
| Pau Armengol | Emirenus | |
| - | ||
| Akademie für Alte Musik Berlin | ||
| Francesco Corti | Dirigent | |
| - | ||
| Claudia Isabel Martin | Halbszenische Einrichtung | |
| Kristina Schmidt | Licht und Bühne | |
| Veronika Kaleja | Kostüme |
Otto
Oper von Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann HWV 15/TVWV 22:3
Libretto von Nicola Francesco Haym und Johann Georg Glauche
Halbszenische Aufführung
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In den 1720er-Jahren entwickelte die von Telemann geleitete Hamburger Bühne einen überaus modernen Spielbetrieb, bei dem zu aktuellen Hamburger Opern zum Teil deutlich ältere Repertoirestücke sowie von anderen Spielstätten – namentlich Wien und London – übernommene Werke traten. Diese und die älteren Werke wurden zum Teil massiv bearbeitet: durch partielle Übersetzung und Neukomposition der Libretti, durch Einlagearien unterschiedlicher Provenienz, aber etwa auch durch die Versetzung von Kastratenpartien in die Bariton- oder Basslage. Komponisten wie Steffani, Keiser, Bononcini, Conti, Mattheson oder auch Cyril Wich und, allen voran, Händel waren damals zeitgleich an der Alster zu erleben.
Otto, Telemanns Einrichtung von Händels Ottone, macht den Farbreichtum dieser Praxis exemplarisch erlebbar. Händels Musik und seine maßgeblich über die Arien entwickelte Dramaturgie verschränken sich mit dem von Telemann komponierten deutschen Rezitativ Johann Georg Glauches, das auf größere Handlungsstringenz hin gearbeitet wurde und eine komische Figur integriert. Glauche griff auch bei den Arien stark in das Ottone-Libretto ein: Er fügte acht neue Arien hinzu (alle italienisch), von denen Telemann sechs komponierte; die beiden anderen stammen von Leonardo Vinci bzw. Fortunato Chelleri.
Das Ergebnis ist ein europäischer Brückenschlag, ein textlich-musikalisches Kaleidoskop, das eine eigene Sprache entwickelt.
Dauer: ca. 3 Stunden zzgl. Pause
18.30 Uhr Konzerteinführung