Händel – Belshazzar
Als Georg Friedrich Händel 1710 erstmals nach London kam, nahm er sich vor, das dortige Publikum mit der modischen italienischen Oper zu begeistern. Rund zwei Jahrzehnte lang ging das gut, doch dann wurde das englische Publikum der vielen Arien in fremder Sprache überdrüssig und verlangte nach Abwechslung. Händel – Businessman genug – stellte sich daraufhin innerhalb kurzer Zeit auf die neuen Wünsche der Öffentlichkeit ein und wandte sich ab 1732 dem englischen Oratorium zu. Mit dieser Gattung betrat er absolutes Neuland: Er legte zwar die Tradition des italienischen Oratoriums zugrunde, verknüpfte sie jedoch mit der englischen Sprache und ließ die Werke statt in einer Kirche im Konzertsaal aufführen. Mit dieser neuen Art des Oratoriums traf Händel den Nerv der Zeit und sorgte mit seinen Neukompositionen und Wiederaufnahmen jährlich für Höhepunkte im Londoner Konzertleben.
Das Konzert wird durch Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet.